Ich bin der Enkel eines Schuhmachers und eines Schreiners und der Älteste von drei Söhnen zweier Finanzbeamter.
Ein Freund sagte einmal, dass ich da herkomme, wo es zwar Berge, aber keinen Horizont gibt.
Deshalb habe ich mich nach dem Abitur zum Zivildienst nach München verflüchtigt. Dort habe ich nicht das gemacht, was geplant und vernünftig gewesen wäre – nämlich Jura zu studieren –, sondern katholische Theologie und Philosophie. Nach dem Grundstudium war ich als Benediktinermönch im Kloster – doch das war nichts für mich als junger, schwuler Mann.
Und so beendete ich mein Studium mit einem Bakkalaureat in Philosophie in München und dem Diplom in katholischer Theologie in Passau, wo ich auch in der Telefonseelsorge tätig war.
Umso mehr war ich überrascht, dass verschiedene Unternehmen mich mit meinem geisteswissenschaftlichen Background gar nicht so esoterisch empfanden, wie ich mich selbst. Und so trat ich meine erste Stelle in einem Tochterunternehmen einer Großbank als Managementtrainer an. Rückblickend hatte ich dabei zwar große Lust auf den Job, aber weder Ahnung von Führung noch von Unternehmen. Das änderte sich schlagartig durch verschiedene Ausbildungen: zum Coach und Organisationentwickler, in Systemaufstellungen und zur Arbeit mit Großgruppen, im Projektmanagement und in Hypnotherapie, zu Agilität, Scrum und Design Thinking, um nur einige zu nennen. Über die Jahre qualifizierte ich mich so für verschiedene Rollen im internationalen Großkonzern vom Teamleiter bis zum leitenden Angestellten direkt unter dem Vorstand.
Diese Erfahrungen möchte ich keinesfalls missen, auch wenn es mir an manchen Stellen die Schamesröte ins Gesicht treibt, wenn ich an meine ersten Gehversuche als Führungskraft zurückdenke.
Nach einem Jahrzehnt mit Zentralisierungen und Dezentralisierungen, neuen Geschäftsmodellen, Fusionsprozessen und Reorganisationen habe ich mich selbstständig gemacht. Arbeitsschwerpunkte waren und sind – neben vielen Einzelberatungen als Coach – Leadership-Programme, Team- und Strategieworkshops vom Shopfloor bis in die Vorstandsetagen, Großgruppenformate, die Gestaltung von Veränderungsprozessen und vieles mehr. Zudem war ich als Lehrbeauftragter an einer Hochschule tätig.
In beiden Feldern bin ich sowohl beratend als auch als Lehrtrainer mit Einzelnen und Gruppen unterwegs. Dabei sind für mich im organisationalen Kontext die „Metatheorie der Veränderung“ (www.metatheorie-der-veraenderung.info) und NARM® (neuro-affektives Beziehungsmodell) in der Arbeit mit Bindungs- und Entwicklungstraumata prägende Grundlagen geworden.
In nunmehr über 25 Jahren bin ich in allen möglichen Kontexten tätig: national und international, im Mittelstand und in DAX-Konzernen, auf allen hierarchischen Ebenen und in verschiedenen Branchen von der Pharma- oder Automobilindustrie über die Welt des Films bis zu Hilfsorganisationen oder Verbänden.
Ich lebe von Herzen gerne in München und auch bei meinem Partner in Hamburg. Wenn ich nicht arbeite – was zunehmend häufiger passiert –, bin ich am liebsten als „Wir“ unterwegs. Mit oder auch ohne einem guten Buch bin ich auf meiner Couch, im Biergarten oder im Nymphenburger Schlosspark vor meiner Haustüre anzutreffen.
Etwas Feines kochen macht mich glücklich, gerne mit einem Drink vorneweg. Du findest mich auch mal in der Elbphilharmonie oder in einer Kunstausstellung. Wenn es irgendwie geht, lasse ich mir die ligurische Sonne ins Gesicht scheinen und schaue aufs Meer – am liebsten mit Freunden, mit denen man einfach gut sein kann.