Ich bin
Tobias Rieder.


Geboren bin ich an einem Sonntag im Olympiasommer 1972 in Cham im Bayerischen Wald.

Ich bin der Enkel eines Schuhmachers und eines Schreiners und der Älteste von drei Söhnen zweier Finanzbeamter.
Ein Freund sagte einmal, dass ich da herkomme, wo es zwar Berge, aber keinen Horizont gibt.

Deshalb habe ich mich nach dem Abitur zum Zivildienst nach München verflüchtigt. Und dann habe ich nicht das gemacht, was geplant und vernünftig gewesen wäre (Jura), sondern katholische Theologie und Philosophie studiert. Nach dem Grundstudium war ich als Benediktinermönch im Noviziat im Koster – aber das war nichts für mich als junger, schwuler Mann.
Und so habe ich mein Studium zunächst mit einem Bakkalaureat in Philosophie in München und dann dem Diplom in katholischer Theologie in Passau abgeschlossen, wo ich u.a. in der Telefonseelsorge tätig war.

Zunächst wollte ich der Frage nach einer beruflichen Tätigkeit durch eine Promotion aus dem Weg gehen.

Umso mehr war ich überrascht und erleichtert, dass verschiedene Unternehmen mich mit meinem geisteswissenschaftlichen Background gar nicht so esoterisch empfanden, wie ich mich selbst. Und so trat ich meine erste Stelle in einem Tochterunternehmen einer Großbank als Managementtrainer an. Rückblickend hatte ich dabei zwar große Lust auf den Job, aber inhaltlich weder Ahnung von Führung noch von Unternehmen. Das änderte sich - Gott sei Dank – schlagartig durch verschiedene Ausbildungen: zum Organisationentwickler und Coach, in Systemaufstellungen und zur Arbeit mit Großgruppen, im Projektmanagement und in Hypnotherapie, zu Agilität, Scrum und Design Thinking usw. So qualifizierte ich mich über die Jahre für ganz unterschiedliche Rollen in einem internationalen Konzern vom Teamleiter bis zum leitenden Angestellten direkt unter dem Vorstand.

Diese Erfahrungen möchte ich keinesfalls missen, auch wenn es mir an manchen Stellen die Schamesröte ins Gesicht treibt, wenn ich an meine eigenen ersten Gehversuche als Führungskraft zurückdenke.
Nach einem Jahrzehnt mit Zentralisierungen und Dezentralisierungen, neuen Geschäftsmodellen und Fusionsprozessen, Reorganisationen und zahlreichen Rollenwechseln habe ich mich selbstständig gemacht. Arbeitsschwerpunkte waren und sind – neben vielen Einzelberatungen als Coach – Leadership-Programme, Team- und Strategieworkshops vom Shopfloor bis in die Vorstandsetagen, Großgruppenformate, Workshops im Rahmen von Veränderungsprozessen und vieles mehr. Zudem war ich als Lehrbeauftragter an einer Hochschule tätig.

In den letzen zwei Jahren haben mich vor allem zwei Themen in ihren Bann gezogen: Konflikte & Trauma.

In beiden Feldern bin ich sowohl beratend als auch als Lehrtrainer mit Einzelnen und Gruppen unterwegs. Dabei sind für mich im organisationalen Kontext die „Metatheorie der Veränderung“ und NARM (Neuro-affektives Beziehungsmodell) in der Arbeit mit Bindungs- und Entwicklungstraumata prägende Grundlagen geworden.

In den vergangenen 15 Jahren war ich in allen möglichen Kontexten unterwegs: national und international, im Mittelstand und in Konzernen, auf allen hierarchischen Ebenen und in verschiedenen Branchen von der Pharma- oder Automobilindustrie über die Welt des Films bis zu Hilfsorganisationen oder Verbänden.

Für die schnelle Nummer stehe ich nicht zur Verfügung

Ich war schon auf dem Mont Blanc und habe in 28 Tagen die Alpen überquert.

Ich lebe von Herzen gerne in München – und auch bei meinem Partner in Hamburg. Wenn ich nicht arbeite (was zunehmend häufiger passiert), bin ich am liebsten als „Wir“ mit oder auch ohne einem guten Buch auf meiner Couch zu finden, vor meiner Haustüre im Biergarten oder im Nymphenburger Schlosspark.

Etwas Feines kochen macht mich glücklich, gerne mit einem Drink vorneweg.
Du findest mich auch mal in der Elbphilharmonie oder in einer Kunstausstellung. Wenn es irgendwie geht, lasse ich mir die ligurische Sonne ins Gesicht scheinen und schaue aufs Meer - am liebsten mit Freunden, mit denen man einfach gut sein kann.